Ergotherapie

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.
 Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

(DVE 08/2007, Quelle: https://www.dve.info/ergotherapie/definition.html)

Wie erhalte ich diese?

Ergotherapie ist ein ärztlich zu verordnendes Heilmittel und erfolgt nach Diagnosestellung durch den Hausarzt oder Facharzt. Die Kosten werden in der Regel von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse, Beihilfe oder privaten Krankenkasse übernommen. Die ergotherapeutische Behandlung findet, je nach Verordnung, auch als Hausbesuch (Schule, Pflegeheim, zu Hause, Kita etc.) statt. Zur Information: Die Behandlung in Kindergärten ist nur bei Integrationskindern in entsprechenden Integrationsgruppen möglich.

THERAPIEFORMEN

Tiergestützte Therapie
Meine ausgebildete Therapiehündin Bolle setze ich seit fünf Jahren als individuelles Zusatzangebot ein. Sie unterstützt mich bei der Behandlung von Menschen mit Förderbedarf in motorischen, taktilen, kognitiven und sozio-emotionalen Bereichen.
Pädiatrie
Bei den kleinen Patienten werden unter Anderem Entwicklungsstörungen, motorische Auffälligkeiten, schulische Schwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, körperliche/geistige Behinderungen und psychische Erkrankungen.
Orthopädie
Im Beriech der Orthopädie beschäftigt sich die Ergotherapie mit dem Bewegungssystem. Behandelt werden beispielsweise Menschen mit Morbus Sudeck, rheumatischen und arthritischen Erkrankungen, Kontrakturen, Amputationen, Frakturen und Lähmungen.
Neurologie
Ergotherapeutische Behandlungen erhalten zum Beispiel Menschen mit Einschränkungen des zentralen Nervensystems, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, posttraumatischen Behinderungen z.B. nach einem Schlaganfall und Amyotrophe Lateralsklerose.
Psychiatrie
Die oft langen Wartezeiten können durch die ergotherapeutische Behandlung überbrückt werden. Krankheitsbilder sind zum Beispiel: Depressionen, Neurosen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Essstörungen, affektive Störungen und verschieden Demenzformen.
Geriatrie
Ergotherapie erhalten unter Anderem Menschen mit Einschränkungen der selbstständigen Handlungsfunktionen (sich anziehen, waschen, versorgen können). Diagnosen können zum Beispiel Schlaganfälle, Hirnblutungen und Demenz sein.

BEHANDLUNGSVERLAUF

Nach Erhalt des Ergotherapierezepts von Ihrem behandelnden Arzt rufen Sie uns an und vereinbaren einen Termin.
Beim ersten Termin werden wir gemeinsam Behandlungsziele erarbeiten.
Die individuelle Behandlung wird in Anlehnung an die Therapieziele begonnen.
Nach erfolgter Befunderhebung besprechen wir den Befund sowie den Therapiebericht um die weitere Behandlung zu planen.
Bei Bedarf findet ein interdisziplinärer Austausch statt: Ärzte, Lehrer, Pflegepersonal, Erzieher
Je nach persönlicher Problematik dauert eine Behandlung unterschiedlich lange. So kann im glücklichsten Fall eine Kurzbehandlung genügen. Bei einer dauernden Schädigung des Patienten kann es sich aber auch um eine langfristige funktionserhaltende Therapie handeln. Die Therapie endet in der Regel in Absprache zwischen Patient, Arzt und dem jeweiligen Therapeuten.