Tiergestützte Therapie

Meine Labradorhündin “Bolle” unterstützt mich seit 2011 bei meiner Arbeit als Ergotherapeutin. Im Juli 2011 beendete sie erfolgreich die Ausbildung zum Therapiebegleithund an der Steinfurter Akademie für tiergestützte Therapie.

Was bedeutet tiergestützte Therapie und welche Ziele verfolgt sie?

Tiergestützte Therapie bedeutet, dass ein Tier zusätzlich zum Therapeuten zielgerichtet in einen therapeutischen Prozess einbezogen wird. Das Tier ist also ein weiteres Medium, um vom Therapeuten gestellte Ziele erreichen zu können.

Ein Hund ist als therapeutisches Medium sehr gut geeignet, da er ähnliche soziale Strukturen und Bedürfnisse hat, wie wir Menschen. Der Hund ist einfühlsam, anpassungsfähig, sucht Kontakt, kann durch Mimik und Körpersprache kommunizieren, genießt gemeinsame Aktivitäten und fordert zur Kontaktaufnahme auf. Tiere fördern die Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Integration. Der Therapiebegleithund fördert mit seiner wertfreien und freundlichen Art den Menschen in physiologischer, psychischer und sozialer Hinsicht. Zeitgleich stellt der tierische Partner einen besonderen Reiz dar und ist somit ein ganz besonderer Motivator wenn bestimmte Übungen schwerfallen.

Da die tiergestützte Therapie nicht für jeden Menschen eine sinnvolle Methode darstellt, ist der Einbezug von Bolle ein Angebot und wird, nach Absprache, individuell angepasst.

Moni & Bolle

Monika Drissen & Therapiehund Bolle

Konkrete Einsatzbeispiele

  • Bewegungsparcours mit Hund gemeinsam durchlaufen
  • Apportierspiele mit Hund
  • Hund zieht Rollbrett, auf dem das Kind sitzt
  • Leckerli von verschiedenen Hindernissen einsammeln
  • Hund bürsten
  • Leckerli mit verschieden Gegenständen (z.B. Pinzette, Essstäbchen,…) aufnehmen und dem Hund geben
  • Leckerli in verschiedenen Tastsäckchen erfühlen und zuordnen
  • Leckerli aus verschiedenen Behältnissen holen
  • Leckerli an Seilen durch Knoten und Schleifen befestigen
  • Der Hund regt grundsätzlich zum Kommunizieren an
  • Befehle erteilen
  • Sortieren und Ordnen von Gegenständen – Mensch/ Hund
  • Rollenspiele
  • Aufmerksamkeitsspiele – Was hat sich am Hund verändert?
  • Merkfähigkeit z.B. verstecken von Gegenständen, die der Hund sucht
  • Problemlösestrategien erarbeiten und aufschreiben (z.B. Kunststück beibringen)
  • Kommandos erlernen
Therapiehund Bolle

Therapiehund Bolle

Einsatzgebiete

Individuelle Angebote für Menschen mit Förderbedarf in motorischen, taktilen, kognitiven und sozio-emotionalen Bereichen in der

  • Pädiatrie
  • Geriatrie
  • Neurologie
  • Psychiatrie

Welche Bereiche können gefördert werden?

  • Kontaktaufnahme, Vertrauen schaffen
  • Kommunikation
  • Handlungsplanung
  • Kognitive Kompetenzen (Konzentration, Aufmerksamkeit, … )
  • Sozialkompetenz
  • Selbstvertrauen
  • Motivation
  • Mobilisierung
  • Wahrnehmung